Die Befähigung zum Heilen

Am Wochenende wurde ich in einem Gespräch gefragt, was mich eigentlich befähigt anderen Leuten zu helfen bzw. sie seelsorgerisch zu Beraten und zu betreuen.

 

Das ist eine sehr gute und sehr spannende Frage.

also ließ ich mich auf sie ein, mich zu hinterfragen.

 

Was befähigt mich?

Was befähigt überhaupt jemanden zur seelsorgerischen Betreuung?

 

Ich dachte an die Beratungen und Betreuungen,

die ich in meiner Vergangenheit schon gemacht hatte.

 

Dachte an meine Arbeit in der Notfallseelsorge und an meine Arbeit mit Hypnose.

 

Ja, ich habe eine Ausbildung und das ist sehr wichtig aber was gibt mir die Gabe anderen damit zu Helfen. 

Das gelernte auch anzuwenden und meinen Klient überhaupt zu verstehen und ihn zu leiten.

 

Und dann wurde es mir bewusst.

 

Besser noch, ich bekam es sogar am Ende fast jedes Gespräches gesagt aber achtete nie darauf.

 

Auch bei der Arbeit mit anderen Seelsorgern, egal ob in der Feuerwehr oder im zivilen, viel es mir immer unbewusst auf.

Es liegt an einem freien Wesen. Einem freien Geist. 

 

Doch was sollte das genau heißen?

Wenn ich mir meine Geschichte so anschaue und sie mit anderen Vergleiche, so stelle ich fest, dass es einen ähnlichen Verlauf gibt.

Angefangen vom Hinterfragen seiner Lebenssituation.

Oft löst eine Krise im Privaten oder im Sozialen ein Umdenken aus und gibt einem so die Möglichkeit eines Perspektivenwechsels.

 

Durch das Bearbeiten seiner eigenen Situation ergeben sich neue Ansätze und Erkenntnisse

aber man stößt auch schnell an Grenzen,

die man durch seine Vergangenheit, Erziehung, Gesellschaft etc. gesetzt bekommen hat.

Vor allem im Denken.

 

Jetzt bekommt man die Möglichkeit sie zu hinterfragen, da sie oft im direkten Zusammenhang mit der Krise stehen.

 

Der Weg ist das Ziel zur Selbstfindung.

Selten schafft man es, diesen Weg allein durchzuhalten, da ja auch die Umgebung merkt, dass man sich verändert, entwickelt oder einfach wächst.

Sie reagiert oft negativ auf unbequemes Hinterfragen.

 

Um seinen neuen Weg jetzt halten zu können und eben nicht wieder in die alten Muster oder die Krisensituation zu rutschen, braucht es oft auch eine Umfeldveränderung um das neue Denken zu teilen und darin zu wachsen.

 

Aus der Erfahrung sehe ich das Hinterfragen als das wichtigste Element, da man sonst seinen Geist immer in seinem vorgegebenen Rahmen hält und es ihm unmöglich macht zu wachsen.

 

 

Ich sehe einen freien Geist, neben einer Ausbildung, als wichtige Voraussetzung zum heilen.

 

Für mehr BewusstSein im Alltag.

www.bewusst-los.de

 

Euer 

Christian PE 

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